Druckfrische Frühlingsgrüsse

vom Sechseläutenplatz

Am 24. April 2017 ist es wieder so weit. Die Zürcher Zünfter treiben den Winter aus. 

Die Verbrennung des Böögg gehört seit 1892 zum Sechseläuten. 2014 begann eine neue Ära – für das Sechseläuten und für das städtische Leben am Bellevue: der neue Sechseläutenplatz, einer der grössten Plätze der Schweiz, wurde eröffnet. 

Als federführende Planer des Platzes haben wir seine Entstehung und seine Nutzung von Anfang an dokumentiert. Wir freuen uns, Ihnen unsere kleine Geschichte des Sechseläutenplatzes zu präsentieren.

Eine Stadtbrache und ein unterirdisches Parkhaus wurden zum Keimboden eines der grössten städtischen Plätze der Schweiz.

 

Wie so oft in der Stadt prägte der Verkehr die Entwicklung wesentlich. Doch statt erwartungsgemäss Freiflächen zu schlucken, gab er sie diesmal in einem denkwürdigen politischen Prozess zurück: Die Verlegung der Parkplätze vor dem Zürcher Opernhaus unter die Erde bahnte den Weg. Wo zwischen der Altstadt, rauschendem Verkehr, klingender Opernkultur und dem See bis 2011 die Sechseläutenwiese – zwischen den Veranstaltungen eher unwirtliches Braun denn eine Grünfläche – und pragmatisches Parkplatzgrau lagen, öffnet sich seit 2014 der Sechseläutenplatz: erweitertes Parkett des Opernhauses und Bühne des städtischen Alltags.

 

Das steinerne Riemenparkett aus 12 500 Quadratmetern silbergrauem Valser Quarzit, Ausdruck der Nutzungsbandbreite des Platzes zwischen Repräsentation, Stadtleben und Grossveranstaltungen, wurde vom ersten Tag an von der Bevölkerung in Besitz genommen.

 

In tänzerischer Leichtigkeit tummeln sich in der Weite der Fläche zwei Pavillons, mehrere Baumhallen und eine Vielzahl Stühle als bunte Statisten. Dazwischen herrscht grosszügige Leere – für Flaneure, Skater, Stadtmenschen und Anlässe vom Sechseläuten bis zum jährlichen Zirkus.