Himalaya-Anlage, Zoo Zürich

Hochland auf 600 Metern über Meer

Gemäss Masterplan 2020 liegt die neue Himalaya-Anlage in der eurasiatischen Zone des Zoos. Obwohl nicht alle Bewohner der Anlage direkt im Himalaya beheimatet sind, wird die Anlage zoogeographisch diesem Gebirge zugeordnet, denn die Tiere haben ähnliche Anforderungen an ihren Lebensraum. Von kargen Hochgebirgslandschaften bis zur Tundra, der leicht bewaldeten subpolaren Steppe, reicht das Spektrum der nachgebildeten Landschaften.

Himalaya-Anlage, Zoo Zürich

Bauherrschaft:

Zoo Zürich AG

 

Projektierung: 1997-1998

Realisierung: 1999-2001

Bearbeitungsfläche: 7'400 m²

Architektur: Ryf Partner Architekten AG, Zürich

 

Die Kargheit der Landschaft ist das verbindende Thema über die verschiedenen Gehege der Himalaya-Anlage hinweg. Sie zeugt von den Klima-Extremen zwischen Hochland und Steppe.

 

Vom Hochland bis zur Tundra

So wird der Lebensraum der Schneeleoparden im Hochgebirge dem Besucher als felsig-zerklüftete Berglandschaft vermittelt. Das Habitat des seltenen Sibirischen Tigers zeigt einen Ausschnitt aus einer gebirgigen Graslandschaft mit Nadel- und Laubwald. An der tiefsten Stelle der Anlage sammelt sich das Wasser der Bachläufe zu einem See. Lediglich durch eine Glasscheibe getrennt können die Besucher hier weltweit erstmals schwimmende Tiger über und unter Wasser beobachten. Die Anlage der mongolischen Wölfe ist der Tundra nachempfunden. Einzelne Bäume überschatten die offene Steppenlandschaft, Hügel, Felsbrocken, Höhlen, umgestürzte Bäume und ein Wasserlauf strukturieren sie und bieten den Tieren Rückzugsraum. Das Gehege des Kleinen Pandas basiert auf den Grundstrukturen der alten Anlage und zeigt einen Ausschnitt aus dem feuchtkühlen Berg- und Bambuswald an den Südosthängen des Himalaya.

 

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Steinerne Welt mit etwas Grün

Fels, Stein, Kies und Sand sind die Leitmaterialien dieses Zooteils. Durchbrochen wird das karge Bild von wenigen Pflanzen des Himalaya wie Rhododendren, Himalaya-Birken, Legföhren, Horstgräsern und Bambus. Die Geländeform, die locker verteilten Pflanzen und überzeugende Fels-Nachbildungen tragen das Bild des Himalaya-Hochlandes in den Zürcher Zoo.


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