Arealentwicklung Glatthof, Opfikon

VIRIDIS

Das Freiraumkonzept des Glatthofs versteht sich als integraler Bestandteil eines Leuchtturmprojekts, das ein hochwertiges städtebauliches Zentrum in Glattbrugg schafft. Ziel ist es, dem Quartier eine neue Identität zu geben, das Zentrum zu aktivieren, Gemeinschaft zu fördern und einen ökologisch, gestalterisch und sozial hochwertigen Lebensraum zu etablieren. Der Freiraum bildet dabei das strukturelle Rückgrat des Quartiers lässt Aufenthaltsqualität, Biodiversität und Regenwassermanagement harmonisch ineinanderfliessen. Die Erdgeschossnutzung mit Supermarkt aktiviert das Quartier und sorgt für eine dauerhafte Frequenz. Innen- und Aussenräume verschmelzen so zu einer Einheit, die das tägliche Leben im Quartier spürbar bereichert. Die Architektur öffnet sich bewusst zum Quartier und akzentuiert die Adressbildung. Ein öffentlich zugänglicher Platz, sickerfähige Beläge und Klimabäume begrüssen die Ankommenden und führen sie intuitiv zur Stadtterrasse, dem Herz des Projekts.

Arealentwicklung Glatthof, Opfikon

Bauherrschaft:

Eigentümergemeinschaft Glatthof

 

Projektwettbewerb: 2025, 2. Preis

Architektur: Max Dudler Architekten AG, Zürich

Den Auftakt des Areals bildet eine als Grüne Promenade ausgebildete Vorzone, die durch einen Grünfilter zur Schaffhauserstrasse eine klare Adressbildung und zugleich einen wirksamen Puffer gegenüber Verkehrsimmissionen schafft. Die in die Promenade integrierten Grünkörper sind als versickerungsfähige Vegetationsinseln ausgeführt und mit hochstämmigen Klimabäumen bepflanzt. In diese Grüninseln eingebettete Veloparkplätze sowie entlang der Wege angeordnete Sitzgelegenheiten schaffen attraktive Aufenthalts- und Begegnungsräume.


Die Grüne Promenade mündet in den zentralen Vorplatz. Dieser fungiert als Gelenkpunkt der beiden Haupterschliessungsachsen und bildet eine prägnante, identitätsstiftende Eingangssituation des Quartiers. Der Platz ist flexibel nutzbar und kann je nach Tageszeit, Saison und Anlass unterschiedlich bespielt werden. Die flexibel nutzbare Aufenthaltszone stärkt den Charakter des Ortes als Treffpunkt unter hochstämmigen Baumkronen. Durch den Einsatz eines versickerungsfähigen Belags übernimmt der Vorplatz zudem die Funktion eines Versickerungskörpers und leistet einen wesentlichen Beitrag zum nachhaltigen Regenwassermanagement fungiert als Schwammstadtelement. Als urbanes Ankunftstor verbindet der Vorplatz Funktionalität, Biodiversität und hohe Aufenthaltsqualität zu einer klaren, einladenden und zukunftsfähigen räumlichen Figur die den Auftakt auf die Stadtterrasse gestaltet.


Die Stadtterrasse bildet das räumliche und soziale Herz des neuen Quartiers und schafft einen Ort, der das Zusammenleben stärkt und dem gesamten Umfeld eine neue Identität gibt. Als erhöhte Freiraumebene verbindet sie private, halböffentliche und öffentliche Bereiche zu einer harmonischen Sequenz von Räumen, die fliessend ineinander übergehen. Die Gestaltung arbeitet bewusst mit sanften Übergängen statt harten Abschlüssen – Wege, Terrassen und Vegetation formieren eine natürliche Bewegung durch den Raum, die intuitive Orientierung ermöglicht und gleichzeitig unterschiedliche Aufenthaltsqualitäten schafft. Holzdecks nehmen die Niveauunterschiede auf und modellieren sanfte Höhenverläufe, die Pflanzräume für mehrstämmige Sträucher ermöglichen. Dadurch entsteht ein lebendiges Spiel aus Höhen, Blickbezügen und Rückzugsräumen. Private Aussenbereiche und der begrünte Gartenhof bleiben trotz topografischer Zonierung Teil des übergeordneten Terrassenraums, wodurch ein weiches Gefüge aus Ruhe- und Begegnungszonen entsteht. Ergänzende Urban-Gardening-Flächen stärken die ökologische Qualität und fördern die nachbarschaftliche Interaktion.