Campus BBZ , Weinfelden
Bauherrschaft:
Staat Thurgau
Projektwettbewerb: 2025, 3. Preis
Architektur: Ruprecht Architekten GmbH, Zürich
Auftakt zu den Gebäuden bildet die durch Bäume akzentuierte Allee, die klare Eingangssituationen und Adressierung generiert. Von ihr aus erstrecken sich die Schulachse und die parallel verlaufende Grünachse, die gemeinsam das gestalterische Freiraumgerüst bilden.
Die Schulachse fungiert als prägnante Hauptachse und schafft eine direkte, lineare Verbindung zwischen der Allee im Norden und dem Park im Süden. Sie bildet nicht nur das räumliche Rückgrat des Campus, sondern auch eine identitätsstiftende Bewegungs- und Aufenthaltszone für Lernende, Lehrkräfte und Anwohnende.
Parallel dazu verbindet die Grünachse ebenfalls die Alle mit dem Park, jedoch mit einem stärkeren Fokus auf landschaftliche Qualität, ökologischen Vielfalt und Retention. Sie bildet einen durchgehenden grünen Korridor der zur Biodiversität vom Campus beiträgt und gleichzeitig attraktive Aufenthaltsräume mit hoher Freiraumqualität schafft.
Der Park fungiert durch seine offene und durchlässige Gestaltung als Scharnier zwischen dem Campus und den angrenzenden Quartieren. Baumsetzungen aus einheimischen Hochstammbäumen stricken den Baumbestand der Umgebung weiter, strukturieren den Freiraum und lassen unterschiedlich atmosphärische Aufenthaltsräume entstehen. Innerhalb des Parks formiert sich unter den Bäumen ein zentraler Gemeinschaftsplatz.
Der Schulgarten ist in erster Linie ein Lebensraum für die heimische Flora und Fauna. Kleinstrukturen wie Wasserlinsen, Totholz, Bienenweiden und Steinhaufen helfen seltenen, schützenswerten Arten bei der Ansiedlung. Ein schmaler Lernpfad führt durch diese „wilde Welt“ und darf zu Unterrichtszwecken genutzt werden. Er lädt dazu ein, naturwissenschaftliche Themen vor Ort zu vermitteln und sensibilisiert den Wert einer intakten Umwelt.