Kantonsspital, St. Gallen

Ein Spital blüht auf

Das Kantonsspital St. Gallen wird umgebaut, erweitert, neu strukturiert und das über mehrere Etappen und einer Zeitspanne von rund 12 Jahren. Auch die Freiräume erhalten einen neuen Stellenwert. So entsteht ein riesiger, nutzbarer Dachgarten, ein zum Spazieren einladender Spitalpark, diverse Innenhöfe und kleine Gartenzimmer als begehbare Oasen mitten im Zimmerwirrwarr.

Kantonsspital, St. Gallen

Bauherrschaft:

Spitalanlagengesellschaft Kantonsspital St.Gallen
Stiftung Ostschweizer Kinderspital

 

Projektwettbewerb: 1. Preis, 2010-2011
Projektierung: 2011-2025
Realisierung: 2017-2028, in Etappen
Bearbeitungsfläche: 31'500 m²
Architekur: Fawad Kazi Architekt GmbH, Zürich

Der grossflächige Dachgarten bildet den Haupterholungsraum im neuen Spitalkomplex, ein Dachgarten der Vielfalt. Er ist aus einem auf der Gebäudestruktur basierenden System aus Weg-, Platz- und Grünflächen aufgebaut. Durch die grünen Dachflächen werden Aufenthalts- und Bewegungsräume für die Patienten, das Personal und die Besuchenden geschaffen. Die Pflanzenvielfalt bildet eine ganzjährig attraktive Erscheinung, einheimische Pflanzen sowie Heil- und Duftpflanzen ergänzen die strukturierenden Kleingehölze und Bäume auf dem Dach.

 

Die vertikalen Gärten der Schauhöfe stehen als Sinnbilder für die Sehnsucht nach dem Paradies und sind als solche nicht begehbar. An Ranksäulen schlingen sich üppige Kletterpflanzen empor und durchwirken die Hofräume über alle Geschosse bis auf das Niveau des Dachgartens. Die Höfe stiften in ihrer Präsenz Identität und schaffen Orientierung. Daneben befinden sich im neuen Kinderspital drei, innenliegende Gartenzimmer, in denen Patienten und Besuchende in kleine grüne Oasen eintauchen.

 

Der Spitalpark umschliesst das Areal und vermittelt zwischen den bestehenden und neuen Spitalbauten. Ein frei verlaufendes Weg- und Platzsystem fügt sich in die Topografie ein und knüpft an den Bestand an. Blühende Wiesen umfassen die Aufenthaltsorte und werden von bestehenden und neuen, einheimischen Bäumen durchsetzt.