Thurgauerstrasse Teilgebiet D, Zürich

Potpourri

Der gemeinschaftliche Hof wird zum identitätsstiftenden Heimathafen, der mit dem Kontext vernetzt wird und als gemeinsame Adresse für alle Bewohner und Besucher dient. Die Markthalle, der Kindergarten und weitere Sozialräume im Erdgeschoss aktivieren den Hof zusätzlich und sorgen für ein vielfältiges und lebendiges Miteinander.

Thurgauerstrasse Teilgebiet D, Zürich

Bauherrschaft:

Genossenschaft WOGENO Zürich
Stiftung Familienwohnungen SFW

 

Projektwettbewerb: 2026, 2. Preis

Architektur: Bob Gysin Partner BGP Architekten ETH SIA BSA, Zürich

Visualisierung: Filippo Bolognese Images, Milano

Den Auftakt zum Quartier bildet die vorgelagerte, zur Thurgauerstrasse hingewandte Vorzone. Grüne Bauminseln entlang der Strasse schaffen einen Grünfilter. Mit den möblierten Aufenthaltsbereichen wird in der Vorzone zum ersten Mal zum Verweilen eingeladen. Über das engmaschige Wegenetz wird man durch das ganze Areal hin zu den diversen Plätzen und Gebäudezugängen geführt.

 

Mit den differnzierten Aufenthalts- und Spielbereichen im Innenhof aber auch auf den Dächern bietet sich den AnwohnerInnen und BesucherInnen ein breites Angebot zum Verweilen und als Gemeinschaft zusammen zu kommen. Der Hof als grüne Mitte des Areals und der zentrale, gemeinschaftliche Aufenthaltsort. Grossflächige, mittige Bauminseln dienen als Treffpunkt und Aufenthaltsort für das Quartier. Verschiedene Trampelpfade führen durch die Grüninsel zu differenzierten Spiel- und Aufenthaltselementen.  Im Hof finden sich grössere, möblierte Plätze für grosse Quartiersanlässe mit den angrenzenden Spielbereichen für die jüngsten oder jungebliebenen im Quartier. Die Grünstränge an den Wohngebäuden sorgen für die Differenzierung zwischen öffentlich und halböffentlich. Im rückwärtigen Raum an der Grubenackerstrasse wird eine stark durchgrünte Zone geschaffen die als grüner Filter zum Strassenraum dient, aber auch weitere Spiel- und Verweilflächen bieten.

Auf den Dächern entstehen weitere wertvolle Grünräume. Die Dachlandschaften sind mit unterschiedlichen intensiven Begrünungen und Substratstärken ausgebildet und generieren so ein breites Vegetationsspektrum. Neben den differenzierten Vegetationstypen bilden ökologische Strukturen, wie Stein- und Asthaufen sowie Kleingehölzen, Nistmöglichkeiten und Insektenhotels einen wichtigen Beitrag zur Biodiversität und gutem Stadtklima. Auf den Dachterassen und im Garten an der Gutackerstrasse finden sich Rückzugsorte für das zusammenkommen in kleiner Runde. Mit den verschiedenen Teilbereichen des Dachackers und den Plätzen im Hof, können die BewohnerInnen ihr Quartier gestalten und gemeinsam als Quartier bewirtschaften.