Schulanlage Ibach, Schwyz

muotmacher

Das Freiraumkonzept des Schulareals Ibach knüpft an die bestehende Struktur mit dem Muota- und dem Christophorus-Schulhaus an. Die Aussenraumgestaltung schafft eine klare Adressierung sowie eine gute Vernetzung zwischen den verschiedenen Schulnutzungen. Zudem entstehen neue Bereiche für die gesamte Dorfgemeinschaft, welche klar von den geschützten Schulbereichen differenziert sind.

Schulanlage Ibach, Schwyz

Bauherrschaft:

Gemeinde Schwyz

 

Projektwettbewerb: 2026, 3. Preis

Architektur: Bob Gysin Partner AG, Zürich

Zentrales Element ist das Miteinanderband – ein durchgehender, sickerfähiger Pflasterbelag, der als klar lesbarer Strang sämtliche Teilbereiche verbindet. Entlang des Bandes rhythmisieren Bauminseln den Freiraum und schaffen schattige Aufenthaltsorte mit unterschiedlichen Intimitäten. So entstehen Plauderinseln, Rückzugsorte und Begeg-nungsräume, die das gemeinschaftliche Miteinander stärken.


Zwischen der neuen Doppelhalle und der Tagestruktur öffnet sich das Band zum Ibächler Dorfplatz mit Brunnen als identitätsstiftendem Mittelpunkt. Flexibles Mobiliar ermöglicht eine Nutzung für Schulalltag und Dorftraditionen wie Zirkus oder Schwingfest und lässt sich bis auf die angrenzende Festwiese erweitern. Die Festwiese wird von einem Entdeckerpfad gerahmt, der ruhige Aufenthaltsorte und spielerische Lernangebote kombiniert.


Im Westen bindet ein natürlicher Trampelweg das Quartier niederschwellig an das Areal an und führt zum öffent-lich zugänglichen Rasenspielfeld. Die offene Wiesenfläche bietet Raum für freies Spiel und gemeinschaftliche Akti-vitäten. Flexible Sitz- und Spielelemente unterstützen eine vielfältige Aneignung. Der Naschblütenweg – ein blü-hender Saum aus essbaren Pflanzen – umrahmt das Spielfeld und setzt sich bis in den Kindergartenbereich fort, wo er als sinnlicher Lern- und Erfahrungsraum dient.


Der Aussenbereich des Kindergartens (Zyklus 1) ist als eigenständiger, aber gut angebundener Teil gestaltet. Ein geschützter Vorbereich bildet die klare Adressierung. Unterschiedliche Vegetationsflächen, Sand- und Wasserspiel-bereiche sowie naturnahe Elemente schaffen vielfältige Erfahrungsräume.


Das Miteinanderband endet im Pausenplatz vor dem Christophorus-Schulhaus, der sich in sickerfähige Pflasterflä-chen und einen Allwetterplatz mit Sportbelag gliedert und Raum für Bewegung, Spiel und Rückzug bietet.